Omnipräsente KI: Autonomie durch Kompetenz – Warum der Erwerb der alten Sprachen trotz KI nicht obsolet wird. Beyer, A. December, 2026.
Omnipräsente KI: Autonomie durch Kompetenz – Warum der Erwerb der alten Sprachen trotz KI nicht obsolet wird [link]Paper  doi  abstract   bibtex   1 download  
Dieser Vortrag untersucht die anhaltende Relevanz des Erwerbs klassischer Sprachen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) und argumentiert, dass trotz der wachsenden Fähigkeiten von KI-Systemen die Beherrschung alter Sprachen für echte wissenschaftliche Autonomie und tiefes Verständnis nach wie vor unerlässlich ist. Anhand des Beispiels der „Passio Perpetuae et Felicitatis” untersucht der Vortrag, wie KI-Tools – obwohl sie als Tutoren, Assistenten und sogar für die Erstellung von Prüfungen nützlich sind – die kritischen, interpretativen und hermeneutischen Kompetenzen nicht ersetzen können, die durch die direkte Auseinandersetzung mit Originaltexten entwickelt werden. Die Analyse hebt die Grenzen der KI hervor, unter anderem beim Erfassen des historischen Kontexts, bei implizitem Weltwissen und nuancierten Textvariationen in verschiedenen Manuskripttraditionen. Darüber hinaus werden die Risiken des "cognitive offloading", des oberflächlichen Lernens und der Erosion der intellektuellen Souveränität diskutiert, wenn man sich ohne fundierte sprachliche und methodische Grundlagen auf KI verlässt. Der Vortrag kommt zu dem Schluss, dass echte akademische Unabhängigkeit in der theologischen und philologischen Forschung nicht nur einen fairen und offenen Zugang zu KI erfordert, sondern auch eine solide Beherrschung der Ausgangssprachen, die es Wissenschaftlern ermöglicht, Texte über das hinaus, was KI generieren kann, kritisch zu bewerten, zu interpretieren und zu kontextualisieren.
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	author = {Beyer, Andrea},
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	keywords = {AI, Intellectual Sovereignty, Language Aquisition, Passio Perpetuae},
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