Cedrus Atlantica. König, A. O. In Roloff, A., Weisgerber, H., Lang, U. M., Stimm, B., & Schütt, P., editors, Enzyklopädie Der Holzgewächse: Handbuch Und Atlas Der Dendrologie. Wiley-Vch Verlag.
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Der Gattungsname Cedrus wurde vom altgriechischen Wort Kϵ́δρoç (Kedros) abgeleitet, einer nicht weiter präzisierten Bezeichnung für einen Nadelbaum. Die Atlas-Zeder ist ein stattlicher, immergrüner Nadelbaum, der gewöhnlich Höhen von 30 bis 35 m, auf guten Standorten auch über 45 m und ein Alter von 600 bis 700 Jahren erreichen kann. Die Vorläuferin der heutigen Zedernarten ist wahrscheinlich vor etwa 45 Mio. Jahren im nördlichen Eurasien entstanden und war nach einer Wanderung südwärts im Miozän auch in Mitteleuropa verbreitet. Heute beschränkt sich das natürliche Verbreitungsgebiet der Cedrus atlantica auf einige Bergregionen in Nordafrika: auf das Rif und den Mittleren Atlas sowie die Masker und Ayashi Massive in Marokko und den Tell- und Sahara- Atlas in Algerien. Sie ist vornehmlich eine Baumart der mediterranen humiden und subhumiden Klimastufe mit kalten Wintern. Die Atlas-Zeder zeigt im mittleren Alter einen regelmäßigen, kegelförmigen Wuchs mit aufrechter Spitze. Kulturformen haben meist einen unregelmäßigen, sperrigen Kronenaufbau mit dicken Steilästen. In höherem Alter bildet die Baumart häufig eine tafelförmige Krone aus. Ihre Zweige bestehen aus Kurz- und Langtrieben. Im natürlichen Verbreitungsgebiet herrscht die dunkel- bis graugrüne Nadelfarbe vor, es gibt aber auch so genannte blaue Formen. Diese werden im Gartenbau bevorzugt. Die Atlas-Zeder blüht im Herbst. Die Zapfen benötigen bis zur vollständigen Reife mehr als zwei Jahre. Das Holz wird gerne für Möbel und Vertäfelungen verwendet. In frischem Zustand verströmt es einen aromatischen Geruch. Einer nachhaltigen Waldwirtschaft steht oft eine übermäßige Waldweide entgegen. Insbesondere in den trockeneren Randgebieten sind Zedernwälder von vielfältigen Degradationserscheinungen betroffen und abgängig. Größere Aufforstungsflächen gibt es in Südfrankreich. Angesichts der dort erzielten Erträge und der stattfindenden Klimaänderungen sollte auch im mitteleuropäischen forstlichen Versuchswesen der Atlas-Zeder mehr Beachtung geschenkt werden.
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