Quercus Ilex. Knopf, H. E. In Roloff, A., Weisgerber, H., Lang, U. M., Stimm, B., & Schütt, P., editors, Enzyklopädie Der Holzgewächse: Handbuch Und Atlas Der Dendrologie. Wiley-Vch Verlag.
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Von den Eichenarten Südeuropas und Nordafrikas ist die immergrüne Quercus ilex L. nicht nur die häufigste, sondern regional, insbesondere im Westteil ihres Areals, als Waldbildner, Fruchtbaum und Holzlieferant auch die bedeutendste. Wo sie nicht als Haupt- oder Mischbaumart bestandesweise vorkommt, dient sie als "Gerüstbaum" der mediterranen Hartlaubwälder. Mehrere hundert Jahre alte Exemplare sind im Mittelmeerraum nicht selten, und ein Höchstalter von über 1000 Jahren gilt als wahrscheinlich. Auf der iberischen Halbinsel und in der Atlasregion Nordafrikas ist sie die dominierende Baumart. Vornehmlich die "süßen" Früchte des dort verbreiteten Morphotyps rotundifolia, aber auch ihr Laub als Futtermittel sowie das Holz als Energieträger, Roh- und Werkstoff, sind seit Jahrtausenden wichtige Lebensgrundlagen für Mensch und Tier. Da die Eicheln für den menschlichen Verzehr geeignet sind, konnten sie früher in Notzeiten oft das Überleben sichern. Parkähnliche Stein-Eichen- Bestände mit unterschiedlichen Mischungsanteilen von Kork-Eiche (Q. suber) und anderen Baumarten sind in Spanien die sog. Dehesas, die eine kaum zu überschätzende Bedeutung als Versorgungswälder für die ortsansässige Bevölkerung haben. Die Stein-Eiche ist daher häufig Gegenstand der Dichtkunst, während ihre Früchte und Blätter vielfach als Motive der Malerei und Bildhauerei zu sehen sind.
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