Rhamnus Frangula. Schütt, P. & Lang, U. M. In Roloff, A., Weisgerber, H., Lang, U. M., Stimm, B., & Schütt, P., editors, Enzyklopädie Der Holzgewächse: Handbuch Und Atlas Der Dendrologie. Wiley-Vch Verlag, Weinheim, 1995. abstract bibtex Vornehmlich auf frischen bis feuchten Standorten kommt der Faulbaum in Mitteleuropa recht häufig vor. Allerdings wird er selten baumförmig, sondern wächst meistens zu einem vielstämmigen, 2-3m hohen Gebüsch heran, in dem die Stammdurchmesser selten über Armstärke hinausgehen. Die beiden deutschen Namen gehen auf den leichten Fäulnis-Geruch der Rinde bzw. auf die vorzügliche Eignung der Holzkohle für die Schwarzpulver-Herstellung zurück. R. frangula blüht von Mai bis September. Blüten sowie unreife (grüne), halbreife (rote) und reife (schwarze) Früchte findet man daher nebeneinander am selben Strauch. Rinde und Früchte werden in der Volksmedizin seit altersher als Abführmittel genutzt; die frische Rinde ist allerdings giftverdächtig. Vom Kreuzdorn, R. catharticus, hebt sich der Faulbaum u.a. durch die Fünfzähligkeit seiner Blütenorgane und durch das völlige Fehlen von Sprossdornen ab. Mehrere Autoren stellen ihn deswegen zu einer separaten Gattung Frangula (vgl. Kurzmonographie Rhamnus).
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