Salix Cinerea. Schütt, P. & Lang, U. M. In Roloff, A., Weisgerber, H., Lang, U. M., Stimm, B., & Schütt, P., editors, Enzyklopädie Der Holzgewächse: Handbuch Und Atlas Der Dendrologie. Wiley-Vch Verlag, Weinheim, 1995.
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Salix cinerea gehört zu den häufigsten und zu den relativ leicht erkennbaren Strauchweiden Mitteleuropas. Sie blüht schon vor dem Laubaustrieb und wird zu einem breiten, gut 4 m hohen Strauch mit abgeflachter Krone, in seltenen Fällen auch zu einem kleinen Baum. Die Art ist an feuchte bis nasse Standorte gebunden und verträgt zeitweise sogar Staunässe. Unmittelbare wirtschaftliche Bedeutung hat sie nicht. Die deutschen Namen gehen auf die graufilzig behaarten Knospen, jungen Triebe und jungen Blätter zurück. Kennzeichnend sind auß erdem die langen Längsstriemen am Astholz, direkt unter der Rinde. S. cinerea ist unter Umständen mit S. caprea und S. aurita zu verwechseln. Letztere bildet ebenfalls, wenn auch kürzere Striemen am Astholz aus, hat auch ansehnliche Nebenblätter und kommt am selben Standort vor. In der Praxis scheint die Unsicherheit allerdings größ er zu sein, denn F. Graf VON SCHWERIN schreibt in den Mitt. der DDG 20, 258, 1911: "Was in unseren Wiesengräben wächst und auch in recht vielen Baumschulen als S. caprea angeboten wird, stellt sich fast immer als S. cinerea heraus, die übrigens durchaus nicht immer nur strauchartig bleibt, sondern rechtzeitig ausgeästet zu starken, hübschen Bäumchen mit kugelig wachsender Krone heranwächst, die zur Zeit der Blüte eine Zierde jedes Gartens ist."
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