Sambucus. Schütt, P. and Lang, U. M. In Roloff, A.; Weisgerber, H.; Lang, U. M.; Stimm, B.; and Schütt, P., editors, Enzyklopädie Der Holzgewächse: Handbuch Und Atlas Der Dendrologie. Wiley-Vch Verlag, Weinheim, 1994.
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Weltweit verbreitete Gattung der Caprifoliaceae, deren Name auf die Römer zurückgeht, und die fossil bereits aus dem Tertiär bekannt ist. Die ca. 25 Sambucus-Arten verteilen sich auf 3 Sektionen: 1. Ebulus SPACH: Stauden mit Rhizomen und mit Blüten in schirmförmigen Rispen. Beispiel: S. ebulus 2. Sambucus: Sträucher mit weiß em Mark, Blüten in schirmförmigen Rispen. Beispiel: S. nigra 3. Botryosambucus SPACH: Sträucher mit braunem Mark. Blüten in kegelförmigen Rispen. 6 Arten in Europa, Nodamerika und Ostasien. Beispiel: S. racemosa. Sträucher und Halbsträucher sind nur in den Sektionen 2. und 3. zu finden. Gemeinsame Kennzeichen: Alle Sambucus-Arten sind sommergrün und tragen gegenständige, unpaarig gefiederte Blätter mit 3 bis 9 elliptischen, meist gesägten Fiedern. Bisweilen sind an den basalen Fiederpaaren Ansätze zu sekundärer Fiederung erkennbar. An den Blattbasen auftretende, zipfelig oder drüsenartig ausgeformte Anhänge werden als rudimentäre Blattfiedern oder als drüsenartige Nebenblätter gedeutet. Sambucus-Blüten sind zwittrig, radiär, 5- zählig und sympetal mit kurzer Röhre. Blütenformel: K(5)[C(5)A5]G(5-3). Der halb unterständige Fruchtknoten besteht aus 3 bis 5 Carpellen; in jedem Fruchtfach befindet sich eine anatrope Samenanlage. Die schwarzen, blauen oder roten, beerenartigen Holunderfrüchte enthalten 3 bis 5 einsamige Steinkerne. Sambucus-Arten sind tetraploid. Chromosomensatz: 2n = 36 (Grundzahl = 9). Das leichte und dennoch rel. harte, zerstreutporige Sambucus-Holz bildet einen gelblichen Splint und einen unauffälligen, schwach bräunlichen Kern. Die Rinde enthält - im Gegensatz zu anderen Caprifoliaceen - Calcium-Oxalat in Form von Kristallsand. Äste und junge Stämme haben ein zentrales, unverholztes Markgewebe, dessen Zellen noch mehrere Jahre nach dem Absterben erhalten bleiben und im Randbereich von bräunlichen Sekretschläuchen durchzogen werden. 3 der etwa 25 Sambucus-Arten gehören zur mitteleuropäischen Flora. Von diesen wiederum sind S. nigra und S. racemosa als einheimische Sträucher wohlbekannt. Die dritte Art, S. ebulus, ist eine Staude.
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